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SoNet Soziales Netzwerk München

Am 29. Mai 2019 wird 2:1 - Der Münchner Preis für Kunst an das Duo Veronika Veit und Marija Dzhimova verliehen.

Sie erhalten den Preis für ihr Gemeinschaftsprojekt SHIFTED REALITY, GERADE FIKTION. 

Die Künstlerin Veronika Veit möchte in Zusammenarbeit mit der Techniksoziologin Mariya Dzhimova herausfinden, wie sich Realität und Virtualität soziologisch neu begreifen, künstlerisch neu denken und gestalten und kritisch hinterfragen lassen. Mit diesem Projekt wird eine künstlerische Arbeit entstehen, die Rezipienten damit konfrontiert, dass die Wirklichkeit nicht festgelegt ist. Eine multimediale Installation soll erlebbar machen, wie fiktiv soziale Vereinbarungen sein können.

Datum: 29. Mai 2019, 19:00 Uhr
Ort: whiteBOX, Atelierstr. 19, Werksviertel Mitte, München

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Veronika Veit studierte an der Akademie der Bildenden Künste, München und erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, wie 2017 den Preis: Kunst im öffentlichen Raum Projekt der Stadt München, 2016 den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt München, 2006 den Bayerischer Staatsförderpreis für Bildende Kunst, 2004 das Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V., Bonn.

Ihre Arbeiten waren in nationalen und Internationalen Ausstellungen zu sehen wie z.B. : "No place like home", Haus der Kunst München; "5. Fotofestival", Wilhelm Hack Museum Ludwigshafen; "boys n´girls – immer wieder anders", Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; "Alice im Wunderland der Kunst", Hamburger Kunsthalle; "under the constant threat", Museum of Contemporary Art of Rio Grande do Sul; "Bang Bang!", Kunsthaus Uri, Schweiz und CCA, Andratx, Mallorca

 

Inhaltlicher Ausgangspunkt für die multimedialen Installationen und filmischen Arbeiten der Künstlerin Veronika Veit sind meist Geschehnisse oder mediale Berichte, die das soziale Miteinander unserer Zeit spiegeln. Im Mittelpunkt des Interesses stehen  dabei vor allem Konventionsbrüche und Ausnahmeformen des gesellschaftlichen Handelns. Private Situationen stehen exemplarisch für gesellschaftliche Tendenzen unserer aktuellen, immer stärker individualisierten aber gleichzeitig immer enger vernetzten Kultur.

Schon 2000 stellte Veronika Veit im Haus der Kunst Arbeiten zum Thema "vermeintliche Kontrolle" aus. Sie installierte Schalthebel und Knöpfe mit "Aufforderungscharakter", die nur fiktiv etwas in Bewegung setzen konnten. Die drei hier dargestellten Arbeiten reflektieren einerseits unseren Wunsch nach Kontrolle und stellen andererseits die Frage nach Zufall und Kontrollverlust.

„In der Installation "Zufall und Gelegenheit“ sind Schränke durch übergreifende Schläuche und andere Objekte miteinander verbunden. Sie beherbergen Monitore mit Animationsfilmen und kleine Skulpturen. Alles scheint mit allem zusammenzuhängen, auch wenn nicht klar wird, wie. Das Objekt gibt – gleich einem Vexierbild – Rätsel auf und eröffnet bei jedem Betrachten neue Bezüge. Auch die Video-­‐Arbeit "better times" spielt mit dem Irrglauben, alles unter Kontrolle haben zu können. In einem Bauwagen sind in einer Videoinstallation zwei Menschen zu sehen, die vor einer möglichen Katastrophe flüchten. Vor einer gigantischen, Kontrollierbarkeit simulierenden Schalttafel sitzen sie die Zeit ab. Für das Sujet stand die Bewegung der "Prepper" Pate, die sich mit Lebensmittelvorräten und Panikräumen vor Unabwägbarem wie Naturkatastrophen und Kriegen schützen wollen.

Der "Bunker" erlaubt durch das Fenster den Blick auf den streng strukturierten Alltag einer isoliert lebenden Familie. Nur durch streng reglementiertes Verhalten und äußerste Hygiene scheint es der Mutter möglich, die Kontrolle zu behalten. Ein Eindringling in Form eines Hundes steht jedoch als Metapher für die nicht zu kontrollierende Phantasie und Gedankenwelt der Kinder.

Veronika Veit setzt sich äußerst kritisch mit unseren Beziehungen zu Alltagsobjekten und Mitmenschen auseinander; einzigartig sind ihre Werke durch die vielfältigen auch historischen Beziehungsebenen, den intelligenten Humor und ihr genaues Beobachten menschlichen Verhaltens.“
Angelika Otto

Datum: 23. Mai 2019, 19:00 Uhr
Ort: whiteBOX, Atelierstr. 19, Werksviertel Mitte, München

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