Preisträger 2015

preistraeger 2015

Preisträgerin Judith Egger und ihr Projektpartner Dieter Braun

Im Jahr 2004 gründet Judith Egger das künstlerische „Institut für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung“. Das Institut wird für die Künstlerin zu einer Art Forschungslabor, in welchem sie das Thema für ihre weitere Arbeit findet: die künstlerische Gestaltung und Abbildung der Lebenskraft mit dem Schwerpunkt Natur mittels Zeichnung, Objektkunst, Installation und Performance.

Ihre Installationen erinnern bisweilen an wissenschaftliche Versuchsaufbauten – gleichzeitig widersprechen sie in ihrer Gestaltung überprüfbaren Gesetzen. Judith Egger nähert sich ihrem Thema mit großer Konzentration und wertfreiem Blick. Dessen ungeachtet wird der Betrachter über eine sehr sinnliche Ebene angezogen. Die Materialien, die die Künstlerin verwendet, stammen aus den Bereichen des Organischen und Pflanzlichen. Auf diese Weise entstehen anarchische Prozesse des Wachsens, Wucherns und Fließens.

In ihren Performances unternimmt Judith Egger den Versuch einer Vereinigung von Körper und Natur. Es werden Prozesse der Bewegung und Transformation thematisiert. Hier geht die Künstlerin bis an die Grenzen ihrer physischen Belastbarkeit. Dabei sind ihre Performances von einer großen Konzentration auf den Augenblick gekennzeichnet. Judith Egger unternimmt immer wieder Kooperationen mit Künstlern aus den Bereichen Theater und Musik, beispielsweise in der Arbeit „Vor der Imago. Die letzte Häutung. anschwellen, aufbrechen, platzen, durchschlüpfen, aushärten, schrumpfen, 2006, i-camp neues theater, München.

Egger Wenninger Braun 660

v.l.n.r. Judith Egger, Roland Wenniger, Laudator/Villa Stuck, Dieter Braun.

Für das aktuelle Projekt im Rahmen des Kunstpreises „zwei:eins“ arbeitet Judith Egger erstmals mit einem Naturwissenschaftler zusammen. Gemeinsam mit Dieter Braun, Professor für Biophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, entwickelt sie eine Arbeit mit dem Titel „Ursprung – eine Versuchsannäherung über die Selbstorganisation der Materie des ersten Lebens“ Da Judith Eggers künstlerische Arbeit nicht auf ein bestimmtes Medium festgelegt ist, bleibt das Medium der künstlerischen Umsetzung offen. Das Ergebnis wird bei der nächstjährigen Verleihung des Kunstpreises „zwei:eins“, 2016, präsentiert.

Judith Egger lebt und arbeitet in München. Sie studierte am Royal College of Arts, London und erhielt 2001 den Masters Degree. Sie hatte zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Roland Wenninger, Museum Villa Stuck

zwei:eins - Netzwerk

  • zwei:eins wird von einem Netzwerk getragen, vergeben und begleitet.

  • SoNet – Soziales Netzwerk München e.V.
    als Stifter von zwei:eins

 

 

Gründungsmitglied und Partner bis 2015